Kostenfaktor Aufsattelung
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Datum: 27.01.1999    Redakteur: Peter Diekmann

Kostenfaktor Aufsattelung

Frankfurt/Main - Hat eine Flachdachabdichtung aufgrund natürlicher Alterung nach etwa dreißig Jahren ihren Dienst getan, denken manche Bauherren über eine Aufsattelung nach. Zwar bietet der Aufbau eines Steildaches zusätzlichen Wohnraum, jedoch ist die Sanierung des flachen Daches die wesentlich günstigere Maßnahme.

Wer den Wohnraum nicht benötigt, ein sanierungsbedürftiges Dach aber wieder instandsetzen will, kann mit einer Lage Polymerbitumenbahnen die Lebensdauer seines Daches um einige Jahrzehnte verlängern. Fachgerecht ausgeführt, halten die hochwertigen Abdichtungsbahnen bei einmaligem Überkleben ein Leben lang dicht. Zudem läßt sich das flache Dach im Zuge der Überarbeitung auch gleich  begrünen. Der Effekt ist ebenso schön wie nützlich: Das grüne Dach dient als zusätzliche Wärmedämmung und spart somit Heizkosten. In einigen Gemeinden ist auch über die gesplittete Abwassergebühr für Gründachobjekte oder ein konkretes Förderprogramm Geld zu sparen.

Eine Aufsattelung, die auf den ersten Blick sehr einfach erscheint, entpuppt sich beim genauen Hinsehen häufig als aufwendige Baumaßnahme. Zunächst ist zu klären, ob der durch eine Aufsattelung gewonnene Wohnraum wirklich benötigt wird. Denn die neue Etage besteht hauptsächlich aus Dachschrägen und ist somit für Schränke und Bilder nur schwierig zu nutzen. Wer denkt, bei der Aufsattelung sei es mit ein wenig Zimmererarbeit und einigen Dachpfannen getan, der irrt. Im ersten Schritt muß der Bebauungsplan eingesehen werden, der in einer Bungalowsiedlung eventuell gar keine Steildächer zuläßt. Auch die Urheberrechte des ursprünglichen Architekten an der Hausgestaltung sind zu beachten. Als nächstes prüft der Planer, ob die Statik des Gebäudes für ein Steildach überhaupt ausgelegt ist. Wenn diese Fragen geklärt sind, geht es an die Neuplanung des Ober- und des zukünftigen Dachgeschosses sowie der notwendigen haustechnischen Systeme. Schon in diesem Stadium sollten die genauen Kosten der Aufsattelung kalkuliert werden, die im Vergleich zur Sanierung bis zu dreimal höher sein können. Ebenfalls ist nicht zu vergessen, daß für die Aufsattelung ein Bauantrag gestellt werden muß.

Bei der Aufsattelung sind darüber hinaus verschiedenste Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen vorzunehmen: Um später in das Dachgeschloß zu gelangen, benötigt einer der ’alten’ Räume einen Deckendurchbruch und eine Treppe. Außerdem sind der Kamin und alle Lüftungsschächte, zum Beispiel von Bädern, zu verlängern. Zudem benötigt das neue Dach eine zusätzliche Wärmedämmung. Ein weiterer Punkt ist die Entwässerung des Daches. In der

Regel wird hierbei sogar ein neuer Kanalanschluß fällig, weil die Entwässerung komplett anders verläuft. Außerdem benötigt das ’alte Dach’ einen Estrichaufbau, damit Wohnfläche geschaffen werden kann - alles in allem eine langwierige und zudem teure Prozedur. Wer also mit dem Gedanken spielt, ’noch eins drauf zu setzen’ sollte sich zuvor genau informieren, welche Maßnahmen und Kosten anfallen werden.

Weitere Informationen über Polymerbitumen- und Bitumenbahnen können unter folgender Adresse kostenlos angefordert werden:

vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V., Karlstraße 21, 60329 Frankfurt am Main oder unter www.vdd-bitumen.de.

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